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Deutsch-polnisches Comenius Regio Projekt zum Gebrauch digitaler Medien im Unterricht

Schulen aus Memmingen und Umgebung beteiligt

Verantwortliche für Bildung und Erziehung aus Deutschland und Polen trafen sich Anfang Oktober in der Akademie für Lehrerfortbildung und Personalführung in Dillingen, um miteinander ein Comenius Regio Projekt zu beginnen. „Digital Media? ICT? – Know how!“ steht über der länderübergreifenden Zusammenarbeit, bei der es darum geht, den Gebrauch digitaler Medien im Unterricht voranzubringen. Vor allem die Aktivierung der Schüler, das selbst gesteuerte Lernen mit Hilfe moderner Medientechnik ist ein Anliegen des Projekts, das Anfang diesen Jahres beim Pädagogischen Austauschdienst der Ständigen Konferenz der Kultusminister in Bonn unter 34 eingereichten europäischen Projekten einen Spitzenplatz erreichte.

In Memmingen nehmen die Bismarckschule (Hauptschule) und die Lindenschule (Hauptschule) an dem Projekt teil. Weitere Projektschulen sind die Dominikus-Hertel-Volksschule (Grundschule) in Boos, die Josef-Anton-Schneller-Mittelschule in Dillingen und die Bischof-Ulrich-Schule (Grundschule) in Illertissen. Eine Reihe medienpädagogisch-informationstechnische Berater (MIB) ergänzt die Gruppe mit ihrem besonderen Sachverstand.  Die polnischen Partnerschulen stammen alle aus der Woiwodschaft Podkarpackie (Karpatenvorland), aus der nicht nur Schulleiter, sondern auch Vertreter der oberen Schulbehörden angereist waren.

Die Bedeutung der deutsch-polnischen Zusammenarbeit im Bildungsbereich unterstrichen auch der Landrat des Landkreises Dillingen, Leo Schrell, der Dillinger Oberbürgermeister Frank Kunz sowie Frau Dr. Iris Knöpfle und Ministerialrat Thomas Schäfer vom Bayerischen Kultusministerium mit ihren Besuchen und Grußworten. Sogar Kultusminister Dr. Ludwig Spaenle schaute am letzten Tag der ersten Projektwoche vorbei, um der Unternehmung gutes Gelingen zu wünschen.

Neben Grundsatzreferaten zum Thema Lernen und einer Information über das bayerische Schulsystem standen praktische Unterrichtsbeispiele mit dem Einsatz interaktiver Whiteboards an der Lindenschule und der Dominikus-Hertel-Volksschule in Boos sowie der Aufbau einer Projekt-Website im Mittelpunkt der Aktivitäten des ersten Projekttreffens. Sieben weitere Begegnungen, abwechselnd in Deutschland und in Polen, sind im Verlauf von zwei Jahren geplant. Am Ende soll eine Dokumentation von Best Practice Beispielen zur Einbindung moderner digitaler Medien in den Unterricht stehen, die Lehrenden Mut machen soll, diese Medien nicht nur selbst zu nutzen, sondern auch die Schüler damit zu aktivieren.

Gabriele Holzer, Konrektorin der Bismarckschule Memmingen  12.10.2010

 
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